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17.07.2015

Jubiläumsveranstaltung GEN+ 20 in Findhorn

Von: Steffen Emrich

Vom 6.-10. Juli fand in Findhorn/Schottland die GEN+ 20 Jubiläumsveranstaltung statt. Rund 300 Menschen aus über 60 Ländern sind dem Ruf gefolgt und haben die Zeit genutzt ihre Projekte zu präsentieren und miteinander in Austausch zu kommen.

Vom 6.-10. Juli fand in Findhorn/Schottland die GEN + 20 Jubiläumsveranstaltung statt. Eingeladen hatten GEN, Gaia Education, zusammen mit der Findhorn Foundation und der New Findhorn-Association.

Rund 300 Menschen aus über 60 Ländern sind dem Ruf gefolgt und haben bei wechselhaftem Wetter die Zeit genutzt ihre Projekte zu präsentieren und miteinander in Austausch zu kommen, voneinander zu lernen und GEN weiterzuentwickeln.

Wichtig war aber auch der Blick in die Vergangenheit. Vor 20 Jahren wurde am gleichen Ort das Global Ecovillage Network aus der Taufe gehoben. Schon damals waren Gemeinschaften aus Nordamerika, Asien, Australien und Europa bei der Gründung dabei. Von Anfang an sollte das Netzwerk global wirken. Die ersten administrativen Zentren waren in den USA (The Farm), in Deutschland (Lebensgarten Steyerberg) und Australien (Crystal Waters). Mittlerweile gibt es 5 kontinentale Netzwerke und über 1000 Mitgliedsgemeinschaften und Netzwerken, eine echte Erfolgsgeschichte.

Spannend war es die Erzählungen der Gründergeneration zu hören und sich mit ihren Ideen und Visionen zu verbinden und zu merken was sich bereits alles bewegt hat aber auch festzustellen wie sich bestimmte Themen immer wieder wiederholen.

Seit der Gründung wurde GEN großzügig von der gemeinnützigen Stiftung Gaia Trust gefördert. Ohne diese Förderung hätte sich GEN vermutlich nie so entwickelt, wie das heute der Fall ist. Noch immer haben Hildur und Ross Jackson, die Initatoren und wichtigsten Stifter*innen von Gaia Trust, einen großen Einfluss und bereichern mit ihren Ideen die Arbeit von GEN. Gleichzeitig war die Frage der Finanzierung dieses Netzwerks immer wieder ein großes Thema. Aufgebaut auf viel ehrenamtlichem Engagement, stoßen viele Aktive an ihre Belastungsgrenzen. Folgerichtig spielten Fragen nach einer neuen Organisationsstruktur, nach einer klaren Strategie und nach einer nachhaltigen finanziellen Struktur (zum Beispiel durch den Aufbau eines professionellen Beratungsbüros/Consultancy) eine wichtige Rolle in den verschiedenen Arbeitsgruppen.

Es gab aber auch viel Platz für Begegnungen, tiefen persönlichen Austausch, für die Arbeit an kollektiven Traumata und für neue Visionen wie z.B. eine international tätige Forschungsgruppe, eine Arbeitsgruppe, die sich intensiv mit den Möglichkeiten auseinander gesetzt hat, ob und wie GEN in Regionen die von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, wirken kann. Immer wieder hat sich dabei die Qualität und der Reichtum der großen Vielfalt innerhalb des Netzwerkes gezeigt. Wenn Sarah aus den Philipinen sich für eine EmerGENcies Gruppe einsetzt, eine Vertreterin aus Griechenland die Wichtigkeit und die Potentiale von Ökodörfern im heutigen Griechenland aufzeigt, Gemeinschaftsaktivist*innen aus Isarel und Palästina an gemeinsamen Ideen arbeiten oder das von Mugove geleitete Projekt Greening the schools von den Erfolgen im südlichen Afrika erzählt, wo rund 1000 „saubere“ Schulhöfe zu essbaren Permakultur Gärten umgestaltet werden und damit ein Beitrag zu Ernährungssouveränität leisten, dann werden die Vorteile und die Kraft von Diversität offenbar.

Neben all den inhaltlichen Arbeitsgruppen wurde aber auch im Sinne von Dragon Dreaming wert auf das Feiern gelegt. Immer wieder wurde (angeleitet vom ältesten Konferenzteilnehmer Declan Kennedy vom Lebensgarten Steyerberg – Danke Declan :-) getanzt und gesungen. Gesangseinlagen aus aller Welt und besinnliche und spirituelle Momente die die unterschiedlichen Kulturen und Religionen miteinbezogen haben die gelungene Veranstaltung abgerundet.

Die Vorbereitungen für das nächste große Treffen von GEN-Europe sind bereits angelaufen. Nächstes Jahr in der ersten Juliwoche in Alterra in Nordspanien – es lohnt sich!

P.S. ein ausführlicher Bericht über das Treffen erscheint im nächsten Newsletter.





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