Was wir wollen

Was uns Menschen in Gemeinschaften verbindet, ist der Wunsch „Neues“ auszuprobieren und Wege zu finden, um ein gutes und nachhaltiges Leben zu führen – ökologisch, wirtschaftlich und sozial. Denn die gesellschaftlichen Fragen, vor die wir uns gestellt sehen, kann niemand allein beantworten. Gemeinschaftliches Handeln ist die Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Wandel.

Wir finden uns in einer Welt wieder, die von unserer Wirtschaftsweise gekennzeichnet ist: äußerlich durch Agrarwüsten, verlassene Landstriche, fehlende soziale Infrastruktur; innerlich erleben wir eine Überflutung an Reizen und Informationen, gleichzeitig Beziehungslosigkeit und Entfremdung.

So sehen wir uns vor die Aufgabe gestellt zu „regenerieren“ und Modelle für ein zukunftsweisendes Miteinander zu entwickeln: gemeinsam wirtschaften, teilen, was sinnvoll zu teilen ist, nutzen statt zu verbrauchen. Aber auch: gemeinsam Entscheidungen zu treffen, mit denen alle gut leben können. Sich wirklich begegnen und zuhören, sich ehrliche Rückmeldungen geben, das eigene Potenzial entfalten und andere in ihrem Wachstum unterstützen.

In Gemeinschaften versuchen wir uns in der praktischen Erprobung dieser neuen Verhaltens- und Wirtschaftsweisen, entwickeln Ideen, lassen uns auf Experimente ein, machen wunderbare Erfahrungen, erleben bittere Enttäuschungen und dürfen die Kraft des gemeinsamen Weges immer wieder neu entdecken.

Unsere Ideen diskutieren wir unter anderem in den Arbeitskreisen des GEN Netzwerkes Ökologie, Ökonomie, Soziales und Kultur. Diese 4 Dimensionen der Nachhaltigkeit sind für uns essentielle Bestandteile einer nachhaltigen und resilienten Gemeinschaftsentwicklung.

Damit die Welt als Ganzes regenerien kann, braucht es jedoch eine viel größere Ausbreitung von nachhaltigen Lebensweisen. Daher wirken viele Gemeinschaften nach außen in die Gesellschaft. Ob durch Wissensvermittlung in Seminaren, gemeinsames Experimentieren in Workshops oder als lebendiges Anschauungsobjekt durch die Öffnung für Besucher lassen wir unsere Umgebung teilhaben an unseren Erfahrungen und Kenntnissen.

Durch Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen mit Gemeinden, Universitäten und der Zivilgesellschaft möchten wir einen Beitrag leisten, damit eine größere Öffentlichkeit von dem Potenzial erfährt, das in der Lebensform Gemeinschaft für eine enkeltaugliche Zukunft liegt.