Autorin: Annik Trauzettel

Über den Lebensgarten Steyerberg zum Ökodorf Sieben Linden, dann im ZEGG gelandet und die nächsten drei Wochen sind schon in anderen Gemeinschaften in Deutschland verplant. So sieht der Plan der drei jungen Filmemacher von Machland aus, als sie im ZEGG ankommen. Sie wollen‘s wissen! Wie es sich in Gemeinschaft lebt, wie Ökodorfer funktionieren und vor allem, wie das für sie selbst konkret aussehen könnte. Aus einem persönlichen Interesse am anderen und gemeinschaftlichen Leben, gingen sie hautnah ins Gespräch mit Expert*innen und schufen ein Filmprojekt.

„Wir sind der Meinung, dass unsere Lebensweise einen Musterwechsel braucht! Denn unsere Gesellschaft steht vor vielen Herausforderungen – wirtschaftlich, ökologisch und sozial. Wir sind uns sicher: Wohnprojekte im ländlichen Raum bieten die Möglichkeit, zukunftsfähige Lösungsansätze auszuprobieren, weiterzuentwickeln und in die Gesellschaft zu tragen. Deswegen drehen wir diesen Dokumentarfilm“, heißt es auf der Webseite von Machland.

Machland

Doch wer steckt hinter der Filmidee? Lewin, Joscha und Patrick sind Teil eines Berliner Kultur-Kollektivs. Sie bringen ihre eigenen Wünsche in Bezug auf gemeinschaftliches Leben mit, aber auch das nötige Know-How zum Filmemachen. Mit ihrem Crowdfunding haben sie vor Beginn des Drehs das nötige Geld für das Projekt gesammelt – über 13.000 Euro kamen in einem Monat zusammen. Parallel haben sie Kontakt zu Gemeinschaften aufgenommen und einen Fahrplan fürs Filmen und ihre Reise durch die Gemeinschaftsprojekte erstellt.

Das ZEGG war eines dieser angefragten Projekte und soll in ihrem Film für den Schwerpunkt „Gemeinschaft und Individuum“ stehen. Die drei sind zu einer Mitarbeitswoche angereist und haben eine Woche lang Aufnahmen bei der Arbeit, z. B. im Garten gemacht und zusätzlich Interviews gefilmt – über den Platz und das Leben in Gemeinschaft. Die Interviewten freuten sich über den netten Kontakt zu den drei Filmemachern und über die Gelegenheit, selbst noch einmal über ihr Leben in Gemeinschaft nachzudenken. Für die jungen Menschen war es herausfordernd – vollgepackte Wochen lagen hinter und vor ihnen. Im Wochenrhythmus in neue Lebenswelten eintauchen ist sicher reizvoll, aber auch mit Mühen verbunden.

Zum Mitmachen bewegt hat das ZEGG vor allem, dass die drei Dokumentarfilmer ein sehr ernsthaftes Interesse daran haben, Gemeinschaften und Ökodörfer zu durchdringen und zu präsentieren. Der Machland-Film könnte ein authentisches und ehrliches Bild von Ökodörfern zeichnen. Auch der Blick von jungen Menschen, die aus der Stadt raus wollen, ist wertvoll – sind Ökodörfer für sie lebenswerte Alternativen?

Wer den weiteren Verlauf des Filmprojekts verfolgen will, findet weitere Infos unter https://www.machland.org/.