Leben in zukunftsfähigen Dörfern I+II

Lernorte für morGEN

Ein Projekt von GEN Deutschland

Ergebnisse

Das Projekt „Leben in zukunftsfähigen Dörfern I“ wurde 2018 beendet. Die zweite Phase läuft noch bis Januar 2021.

Zu den Ergebnissen des Projekts „Leben in zukunftsfähigen Dörfern I“ gehören:

  • Die Erstellung einer Projektwebsite
  • der Zwischenbericht mit Nachhaltigkeitsevaluationen von zehn Dörfern
  • die Nachhaltigkeitspläne (Flegessen, Hülen, Lindstedt, Seeberg, Ziegenhagen): Ziele der Nachhaltigkeitspläne sind die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit in einem Gesamtplan zu integrieren und einen partizipativen Transformationsprozess mitzugestalten. Gleichzeitig sollen sie Strategien für Krisenzeiten entwickelt werden im parallelen Aufbau von langfristigen befruchtenden persönlichen und institutionellen Kooperationsbeziehungen. Die Pläne enthalten folgende Inhalte:

Teil I: Einführung zu „Zukunftsfähiges Dorf und Nachhaltige Entwicklung“, das Nachhaltigkeitsverständnis vom Globalen Ökodorfnetzwerk GE

Teil II: Evaluation und Zielbestimmung zu „Ergebnisüberblick der Dorf-Evaluation“, „Leitziele von Teilaspekten der vier Nachhaltigkeits-Dimensionen“

Teil III: „Kurzvorstellung der Projektideen“ und „Modellprojekte der Nachhaltigkeitsdimensionen“

Vorstellung der Autor*innen und Projektteilnehmer*innen

  • die Zusammenführung der GEN Deutschland Methoden in einen „Werkzeugkasten“ – CLIPS
    Der 75-seitige Methoden-Werkzeugkasten beinhaltet eine Einführung in das Nachhaltigkeitskonzept vom Ökodorfnetzwerk und in die Grundsätze der fünf Ebenen von gemeinschaftlichen Projekten von CLIPS (Community Learning Incubator for Sustainability). Für jede CLIPS-Projektebene (Ich, Wir, Intention, Struktur und Praxis) wird eine Auswahl von drei bis vier projektentwicklungs- und teambildenden Methoden vorgestellt, insgesamt 15 Methoden. Dabei ist die Praxisebene anhand des Beispiels des „Obstanbaus“ in verschiedenen Methoden-Durchführungen eingeflossen und in der Vorlage der Nachhaltigkeits-Pläne nachzulesen. Außerdem vereinfacht eine Beispiel-Agenda zu jeder Methode ihre Anwendung in den Gemeinschaftsprozessen der Dörfer. Bilder des Methoden-Workshops machen die Anleitungen greifbarer.
  • ein Projekt-Flyer (Download)
    Der Flyer beschreibt die Projekt-Kernidee, die Projektziele und die Projektphasen mit einer Projektphasen-Grafik. Es werden einladende Dorfansichten der fünf Kooperationsdörfer abgebildet und zur öffentlichen Abschlusskonferenz eingeladen.
  • die Projektöffentlichkeitsarbeit auf themenverwandten Konferenzen
  • die Projektpräsentationen auf Englisch und Spanisch
  • Fünf Kernthesen zu einer nachhaltigen Dorf- und Regionalentwicklung:

5 Kernthesen

1. Kernthese „SELBST-REFLEXION“: Balance schaffen zwischen Theorie und Praxis. Wie kann eine Balance zwischen der Metaebene (Komplexität der 4 Dimensionen der Nachhaltigkeit) und dem Umsetzungs-/Handlungsbedarf auf Projektebene erreicht werden?

2. Kernthese „SELBST-VERANTWORTUNG“: Dorfbewohner*innen stärken und mitnehmen. Wie lassen sich nachhaltige (Dorf)-Innovationen in Dörfern in einen größeren Maßstab transferieren? Was sind die Herausforderungen für die Eigen-Verantwortung und Verbindlichkeit von Engagierten?

3. Kernthese „SELBST-WIRKSAMKEIT“: Nachhaltiges Dorfleben im Alltag. Was braucht es um die Attraktivität des Dorflebens zu fördern und mehr nachhaltige Räume zu gestalten? Wie können neue Perspektiven für Jung und Alt geschaffen werden?

4. Kernthese „Balance zwischen Fremd- und Eigeninitiative“: Wie kann Politik institutionalisierte Frei- und Möglichkeitsräume für eine nachhaltige Dorf- und Regionalentwicklung mit unkonventionellen Lösungen ermöglichen? Was schaffen Dörfer aus ihrer eigenen Kraft?

5. Kernthese „Schulterschluss der Initiativen“ für eine nachhaltige Dorf- und Regionalentwicklung: Wie kann ein gemeinsames aktives Netzwerk nachhaltigkeitsorientierter Initiativen für eine größere gesellschaftspolitische Wirksamkeit gebildet und genutzt werden? Welche Ressourcen bedarf ein solcher „Schulterschluss der Initiativen“

Da das Projekt II andauert, liegen noch keine abschließenden Ergebnisse vor.

Die Ergebnisse der Projekttagung „Mit Kooperationen zum Erfolg“ im März 2020 finden Sie unter Medien.

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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