Leben in zukunftsfähigen Dörfern I+II

Lernorte für morGEN

Ein Projekt von GEN Deutschland

Ausgangssituation

Deutschlandweit mehren sich gute Beispiele für Dörfer und Landkreise, die unter intensiver Beteiligung der Bevölkerung eine lebenswerte Perspektive für Mensch und Umwelt entwickeln. Von Bürgerbussen über die gemeinsam organisierte Nachbarschaftshilfe für Senior*innen und gemeindeeigene Pflanzenkläranlagen bis zum Bioenergie-Dorf. Die Idee der Dorfkooperationen – ein Ökodorf arbeitet mit einem traditionellen Dorf zusammen an nachhaltigen Themen für eine erstarkte Dorf- und Regionalentwicklung – erhält Aufwind. Das Umweltbundesamt finanziert ein Projekt für den dörflichen Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen, einen Experimentierraum für zukunftsfähige Aktionen und wiederbelebten Förderung der Selbstorganisation der gewachsenen Dörfer.

Ökodörfer, was tun denn die?

Harmstorf

Gibt es gelungene Lösungen für nachhaltiges Leben aus Ökodörfern, die in andere Dörfer transferiert werden können?

Schloss Tempelhof

Ökodörfer sind Reallabore und Experimentierraum für die Entwicklung nachhaltiger Lebensstile. Meist als Gemeinschaften organisiert, geben sie zahlreiche Impulse, Konzepte und Lösungen in ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Lebensbereichen.

Auf der Suche nach solchen Antworten, kreierten das Umweltbundesamt (UBA) 2016 zusammen mit dem deutschen Ökodorf-Netzwerk GEN (Global Ecovillage Network) zwei Projektphasen, das „Leben in zukunftsfähigen Dörfern I und II“ (2017-2018 und 2019-2021) [Zusammenfassung PDF].

Das Projekt will die Übertragung der über Jahrzehnte entwickelten Innovationskraft und des ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatzes des Global Ecovillage Network (GEN) für eine zukunftsfähige Umgestaltung bestehender Dörfer ermöglichen. Dabei geht es nicht darum, das „Ökodorf-Modell“ auf andere Dörfer methodisch zu übertragen, sondern um eine wohlüberlegte Adaption von nachhaltigen Ansätzen und Konzepten der Ökodörfer für ländliche Regionen. In sich gegenseitig befruchtenden Dorftandems – je ein Ökodorf mit einem traditionellen Dorf als Team – werden die dörfliche Situation untersucht, Ideen kreiert, Umsetzungen geplant und Aktionen durchgeführt.

Permakultur-Garten im Ökodorf Sieben Linden

Strohballenhaus „Libelle“ im Ökodorf Sieben Linden

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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