Was möchte GEN Deutschland erreichen?

Was uns Menschen in Gemeinschaften verbindet, ist der Wunsch „Neues“ auszuprobieren und Wege zu finden, um ein gutes und nachhaltiges Leben zu führen – ökologisch, wirtschaftlich und sozial. Denn die gesellschaftlichen Fragen, vor die wir uns gestellt sehen, kann niemand allein beantworten. Gemeinschaftliches Handeln ist die Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Wandel.

Wir finden uns in einer Welt wieder, die von unserer Wirtschaftsweise gekennzeichnet ist: äußerlich durch Agrarwüsten, verlassene Landstriche, fehlende soziale Infrastruktur; innerlich erleben wir eine Überflutung an Reizen und Informationen, gleichzeitig Beziehungslosigkeit und Entfremdung.

So sehen wir uns vor die Aufgabe gestellt zu „regenerieren“ und Modelle für ein zukunftsweisendes Miteinander zu entwickeln: gemeinsam wirtschaften, teilen, was sinnvoll zu teilen ist, nutzen statt zu verbrauchen. Aber auch: gemeinsam Entscheidungen zu treffen, mit denen alle gut leben können. Sich wirklich begegnen und zuhören, sich ehrliche Rückmeldungen geben, das eigene Potenzial entfalten und andere in ihrem Wachstum unterstützen.

In Gemeinschaften versuchen wir uns in der praktischen Erprobung dieser neuen Verhaltens- und Wirtschaftsweisen, entwickeln Ideen, lassen uns auf Experimente ein, machen wunderbare Erfahrungen, erleben bittere Enttäuschungen und dürfen die Kraft des gemeinsamen Weges immer wieder neu entdecken.

Unsere Ideen diskutieren wir unter anderem in den Arbeitskreisen des GEN Netzwerkes Arbeitskreis Ökologie, Arbeitskreis Ökonomie, Arbeitskreis Soziales und Arbeitskreis Kultur. Diese 4 Dimensionen der Nachhaltigkeit sind für uns essentielle Bestandteile einer nachhaltigen und resilienten Gemeinschaftsentwicklung.

Damit die Welt als Ganzes regenerien kann, braucht es jedoch eine viel größere Ausbreitung von nachhaltigen Lebensweisen. Daher wirken viele Gemeinschaften nach außen in die Gesellschaft. Ob durch Wissensvermittlung in Seminaren, gemeinsames Experimentieren in Workshops oder als lebendiges Anschauungsobjekt durch die Öffnung für Besucher lassen wir unsere Umgebung teilhaben an unseren Erfahrungen und Kenntnissen.

Durch Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen mit Gemeinden, Universitäten und der Zivilgesellschaft möchten wir einen Beitrag leisten, damit eine größere Öffentlichkeit von dem Potenzial erfährt, das in der Lebensform Gemeinschaft für eine enkeltaugliche Zukunft liegt.

Die fünf Dimensionen der Nachhaltigkeit:

Soziales

Partizipative Entscheidungsprozesse, Cohousing, eine ganzheitliche Bildung und alternative Gesundheitsfürsorge! Soziale Aspekte stecken in fast allen Themen. Die gute zwischenmenschliche Atmosphäre ist der Dünger für alles, was wir miteinander erreichen wollen. Es ist Zeit für neue gesellschaftliche Experimente. Wer wirst DU im neuen WIR sein? 

Kultur

Kultur formt unsere Welt und ihre Zukunft. Die Lernorte sind kreative Inspirationsinseln. Sie laden ein in gemeinschaftliche Spielgärten, Raum und Zeit für deine kunstvolle Entfaltung. Erlebe Lernimpulse und Momente der Selbstwirksamkeit. Aha-Erlebnisse sind vorprogrammiert!

Ganzheitlichkeit

Gesellschaftliche Themen werden komplexer. Für einen kompetenten Umgang mit diesen, brauchen wir ausgezeichnete Informationsquellen, unerschrockene Mitdenker*innen und gestaltungs-freudige Denkräume. In den Lernorten öffnen wir den Blick für ganzheitliche Lebensweisen und Zukunftsperspektiven. Schau mal hin!

Ökologie

Wir brauchen einen neuen Umgang mit unserer Erde und mit uns selbst. In ökologisch ausgerichteten Bildungsangeboten tauchen wir ein in die Wunder der Natur und stellen uns zugleich den drohenden Krisen. Wir nähern uns auch unserer eigenen Ökologie, werden menschlicher, wesentlicher – und brauchen plötzlich wieder weniger.

Ökonomie

Wir haben knappe Ressourcen und hohe Erwartungen an das Leben. Die Frage des guten Wirtschaftens ist für alle relevant. Weniger kann mehr sein – wir zeigen das in den Lernorten: Faire Verteilung, alternative Geldsysteme, Degrowth, Gemeinwohlökonomie und kollektive Formen von Eigentum.