Autoren: Kat Hasselwander in Kooperation mit Benjamin Bernabela

Bestrebungen von Ökodörfern

Ökodörfer sind Orte, in denen Menschen aus einer Verbundenheit zu sich selbst, ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt heraus zusammenleben möchten. Das manifestiert zweifach: zum einen in Gemeinschaft mit dem Respekt und der Wertschätzung für andere Menschen, zum anderen in der verantwortungsvollen Pflege der Natur und aller Lebensformen. 
Für eine globale Wirkung, braucht es internationale Zusammenarbeit und ein Sichtbarmachen von Akteuren und ihren Lösungsimpulsen.

Die Kampagne 

Das Globale Ökodorfnetzwerk (GEN) hat eine neue Kampagne mit dem Titel  „Building the New Normal“ ins Leben gerufen. Ihre Prämisse: Wir können uns eine neue Lebensrealität in Kooperation mit anderen Menschen aufbauen! Schon seit vielen Jahren forschen Ökodörfer auf der ganzen Welt an einer sozio-kulturell erfüllten Lebensweise, sinnstiftenden Wirtschaftsweise und ökologischen Regeneration. Sie sind dabei Pioniere und hinterfragen, was die Welt um sie herum als gängige Lebensweise anbietet. Sie bauen ihre eigene Normalität auf mit der Überzeugung, dass eine regenerative Lebensweise möglich und notwendig ist. 

Die positiven Effekte von Ökodörfern

Die Früchte von diesen Bestrebungen sind sichtbar: Im Jahr 2017 untersuchte GEN die Wirkung von 30 verschiedenen Ökodörfern in fünf Kontinenten. Das Ziel war, herauszufinden, wie Ökodörfer bereits zur Erreichung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung der UN und Klimavereinbarungen beitragen.
Im ökologischen Bereich wurde beispielsweise festgestellt, dass 97% der untersuchten Ökodörfer aktiv an der Wiederherstellung degradierter Ökosysteme arbeiten. 90% arbeiten aktiv an der Bindung von Kohlenstoff im Boden und in der Biomasse. Im sozialen Bereich zeigte sich, dass alle Ökodörfer Bildung und lebenslange Lernmöglichkeiten in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, regenerative Lebensstile und Anpassung an den Klimawandel anbieten. Des Weiteren sichern sie kulturelle Traditionen unter Verwendung lokaler nachhaltiger Methoden des Bauens, der Landwirtschaft und der Nahrungszubereitung. 
„Building the New Normal“ feiert das Leben und Wirken dieser Menschen, die ihr eigenes „neues Normal“ aufbauen. Sie bilden gemeinsam das Fundament des GEN Netzwerks.

Kooperation mit dem ZEGG 

Das ZEGG, Gemeinschaft und Bildungszentrum in Brandenburg, hat mit GEN kooperiert und daraus ist ein Video* entstanden.
Darin wird Ena Rivière Feder vorgestellt, die seit 2017 im ZEGG lebt. Sie teilt darin, was sie am meisten am ZEGG berührt: ihren Bezug zum Kommunikationstool „Forum“ und was es bedeutet, als Gemeinschaft in ein größeres Netzwerk eingebettet zu sein. Schau einfach mal rein und lass Dich inspirieren!


Einladung und Aufruf an Initiativen und Gemeinschaften

Leistet deine Initiative oder Gemeinschaft einen positiven Beitrag in mindestens einem der vier Bereiche der Regeneration? Seid Ihr Teil des GEN International Netzwerkes bzw. wollt es werden durch das Eintragen eures Projektes in die GEN Ökodorf Karte?

Dann kontaktiert gerne Benjamin Bernabela. GEN bietet euch eine Plattform, um euer Projekt vorzustellen. Euer Beitrag wird auf den sozialen Medien von GEN als Teil der Kampagne verbreitet.

Kontakt:
Kat Hasselwander ist Bundesfreiwillige in der Öffentlichkeitsarbeit im ZEGG; kat.hasselwander@gmail.com)
Benjamin Bernabela ist GEN Mitarbeiter und Koordinator der Kampagne; benjamin.bernabela@ecovillage.org)

Film:
ZEGG Ecovillage, Germany, Building the new normal! – Friends of GEN – YouTube.